|
Unter dem Motto: „Frauen im Handwerk – ein starkes Team“ haben sich aus einzelnen Arbeitskreisen des Landes eine Gruppe von Frauen zusammengefunden, die bei dieser Veranstaltung gemeinsam UFH präsentieren wollen
Die Abendsonne tauchte die malerische Schwentinemündung in sanfte Sommerstimmung. Enten und Gänseeltern schauten erstaunt auf 16 Frauen, die sich zum Training versammelten. Vielleicht gab es bei so viel Menschengeschnatter auch etwas Futter?
Der „gemietete“ Steuermann nahm alle Mädels in Empfang und verteilte das wichtigste Utensil – die Schwimmwesten. Eigenhändig mussten die Damen das Boot zum Wasser tragen, um es zu Wasser zu lassen. Dann stand die erste Hürde bevor: Das Einsteigen. Auch das wurde gut koordiniert und fast schon professionell gemeistert und ab ging die lustige Paddeltour.
Bei der Abfahrt wirkte das Geschehen noch etwas unkoordiniert und es wurde auch auffallend leise, weil jede Frau sich auf das Paddeln konzentrieren musste.
Der „Trommler“ durfte aus Rücksicht auf die Anwohner des Schwentineufers nur immer leise „eins – zwei“ rufen. Aber unsere Hanna, gerade mal 9 Jahre alt, die wir dafür angeheuert hatten, machte ihre Sache schon sehr gut.
Um die Schnelligkeit für das kommende Rennen zu optimieren, schlug der Steuermann einen Sitzpositionswechsel auf dem Wasser vor. Da wurde es wieder einmal kniffelig. Mit dem Paddeln klappte es inzwischen schon ganz gut, doch ein Sitzwechsel in einem kleinen, schmalen, wackeligen Paddelboot auf „offener See“ wurde zur Herausforderung.
Was wären aber die Unternehmerfrauen ohne eine weitere Prüfung? Also wurden die Sitzplätze von hinten nach vorn und von vorn nach hinten kurzerhand getauscht und die Fahrt ging in einem tatsächlich schnelleren Rhythmus weiter. Hatte der Steuermann doch tatsächlich das Problem erkannt und durch diese Aktion gelöst.
Als das Boot nach gefühlten Stunden zurück kam, sah das schon eher nach Drachenbootrennen aus und nicht mehr wie ein Sonntagspaddelausflug.
Auch wenn noch nicht alles ganz im Einklang war, ein gewisses Tempo hatte das Boot doch schon. Nur die Fangemeinde mit 1 Fan konnte natürlich nicht so viel ausrichten. Ein leises „ALLES KLAR – UFH“ verklang ziemlich ungehört. Daran arbeiten wir noch.
Beim Anlegen hörte man doch schon den Seufzer der Erleichterung. Jedoch zu früh. Erst musste das Boot wieder an Land geschleppt (Frau ist das schwer ) werden, anschließend aufgebockt, gereinigt und mit Planen abgedeckt werden. Aber auch das gelang dem Team schnell, gründlich und mit dem einen oder anderen Spaß.
Da hatten sich doch alle eine zünftige Suppe und das Bier (alkolholfrei) verdient.
Der Tisch war mit Tischdecke und Blumen gedeckt, wie das bei Frauen eben so ist, und dann ging es auch allen wieder gut.
Mitglieder des Kanuvereins bekamen dann im Tausch gegen Grillwürstchen von unserer Suppe ab. Und da gab es auch den einen oder anderen hilfreichen Tipp.
Beim Paddeln sitzt der Motor hinten und der Kopf vorn. Will sagen, dass die Frauen mit der meisten Power beim nächsten Training am Ende des Bootes einsteigen, und die Koordinaten vorne sitzen werden. Aber wir üben ja auch noch.
Wenn wir beim Rennen dann so gut paddeln wie wir Spaß gehabt haben, kann gar nichts schief gehen.
Ob es am nächsten Tag noch einen tüchtigen Muskelkater gab, wird nicht verraten.
i.S.d.P.
Constanze Schüler
-Pressesprecherin- |