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    Bundesverbandstagung 2005 in Suhl unter dem Motto

"Frauen eine Wirtschaftsmacht im Handwerk "

 
     
 
Donnerstag 13. Oktober 2005

Um 14.00 Uhr auf dem Presseseminar erleben die Damen sehr eindrucksvoll, wie wichtig der gute Kontakt zu den Medien ist. Sehr unterschiedlich sind die Erfahrungen, in den einzelnen Regionen der bundesweiten Arbeitskreise, mit der Presse. Gerne hätten die Damen für Öffentlichkeitsarbeit von dem Referenten Dieter Schütz aus Stuttgart (ehem. Journalist) mehr über die Pressearbeit „online" erfahren.

Damen, die nicht am Presseseminar teilnehmen wollten,, nutzen die Gelegenheit, um mit dem Bus bei schönstem Wetter nach Oberhof zu fahren. Hier sehen sie sich die bekannten Sportstätten an.

Freitag, 14. Oktober 2005

Burgunde Plaggenmeier erinnert an die kürzlich verstorbene Schatzmeisterin des Bundesverbandes, Vorsitzende im Landesverband Thüringen, an Eva Andrä aus Ilmenau. Eva Andrä hatte den Bundeskongress 2005 vorbereitet. Sie war unerwartet im August verstorben. Burgunde Plaggenmeier würdigt den langjährigen, persönlichen Einsatz der Verstorbenen für die Unternehmerfrauen und weist auf die schwer zu schließende Lücke hin, die Eva Andrä hinterläßt. Die Anwesenden erheben sich und gedenken Eva Andrä in einer Schweigeminute.

Burgunde Plaggenmeier geht zur Tagesordnung über und begrüßt die Gäste und die Frauen aus den bundesweiten Arbeitskreisen. Die Präsidentin des Thüringer Landtages Prof. Dr. Dagmar Schipanski kann ihre Begrüßungsrede nicht selbst halten, weil Sie kurzfristig zur Regierungsbildung nach Berlin abberufen wurde. Karin Peters aus dem Landesverband Nordrhein-Westfalen gelingt es leicht, die Zuhörer beim Verlesen der Rede, von Frau Prof. Dr. Dagmar Schipanski, mit traditionellem aus Thüringen, in ihren Bann zu ziehen. Thüringen heute das Land zwischen Handwerk und moderner Industrie, war früher das Fundament des deutschen Handwerks, z.B. durch Herstellung von Glas, Spielwaren, Haushaltsgeräten. 50% der Bevölkerung sind Frauen. Hier gibt es Potentiale für das Handwerk, zur Deckung der Bedürfnisse.

Die Freude über die Entscheidung den Bundesverbandstag 2005 in Suhl stattfinden zu lassen kann man Rolf Ostermann, Präsident des Thüringer Handwerkstages und Henner Hartung, Präsident der Handwerkskammer Südthüringen anmerken. Henner Hartung erinnert an traditionelle Handwerke aus der Region, u.a. Glasbläser, Büchsenmacher, Holzschnitzer. „Handwerk sorgt für den sozialen Frieden im Land". Täglich pendeln ca. 30.000 Arbeitnehmer aus Thüringen nach Oberfranken und Hessen. Ein weiterer Schritt in Richtung Zusammenwachsen von Ost und West ist gelungen. Die Thüringer Wurstspezialitäten werden nicht nur angepriesen, sondern sind bereits zu Beginn der Tagung an die Frauen verteilt worden. Die Landschaft von Thüringen im Herbst, ist sehenswert. Die Laubfärbung der Wälder bringt die schönsten Farben hervor.

Die Sponsoren Holger Zak, SIGNAL IDUNA Gruppe und Frank Hippler, Vorstand der IKK Thüringen machen darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die Beitragspflichten der mitarbeitenden Ehefrauen gründlich zu prüfen. Die Beratungsstellen der Sozialversicherungsträger oder der zuständigen Krankenkassen geben gerne zum Thema der Sozialversicherungspflicht –ja oer nein- . kostenlose Auskünfte.

Maria Strathausen, 2. Vorsitzende vom UFH Landesverband Thüringen, begrüsst die Teilnehmerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Leise und behutsam sind ihre Worte, die von der Heimat, dem Eichsfeld und der historischen Entwicklung, dem Mauerfall, erzählen. „Wir sind alle gemeinsam verantwortlich" mahnt sie. Mit dem Wunsch, dass Frau/Mann sich gegenseitig mit Dankbarkeit auf gleicher Höhe begegnen sollten, endet die Ansprache.

Vor dem Festvortrag lockern wir unsere Muskeln, unter der Anleitung von Frau Schubert (IKK Thüringen), mit Musik und Turnübungen auf.

Sabine Asgodom (Journalistin und Autorin) kommt auf die Bühne und beginnt mit ihrem Coaching.

Management im Zeichen von Gender ist eins ihrer Themen. Sie erklärt uns dabei: Gender kommt aus dem Englischen und bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechtsrollen von Frauen und Männern. Diese sind – anders als das biologische Geschlecht – erlernt und damit auch veränderbar. Hauptziel ist es, die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern im Arbeitsleben, bei der Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern, von vornherein zu berücksichtigen.

Sabine Asgodom versteht es wie keine andere, die Frauen darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig es ist stolz zu sein. Stolz bedeutet z.B. Stärke, Wärme Offenheit. Arroganz hingegen fußt u.a. auf Schwachheit, klein sein, Kälte und sich schwach fühlen. Wichtig sind diese Signale der Körpersprache hinsichtlich der Aspekte bei der Kundenorientierung bei der Angebotsvergabe der Fachkompetenz, dem Image der Firma und der Persönlichkeit der Mitarbeiter.

Genug gejammert- Erfolg macht sexy- Wer lächelt lebt länger- Das sind nur einige ihrer vielen Bücher, die sie geschrieben hat. Nicht nur als erfolgreiche Autorin kann sie uns zeigen, was Frauen draufhaben, sondern auch als Wirtschaftsmacht im Handwerk sind Frauen nicht mehr wegzudenken.

Die Mitgliederversammlung für stimmberechtigte und interessierte Mitglieder findet erstmals öffentlich statt. Neben dem Gesamtvorstand und den Delegierten können erstmalig die Mitglieder an der Versammlung teilnehmen.

Ursula Jachnik, 2. Bundesvorsitzende UFH, verliest den umfangreichen Tätigkeitsbericht. Sie berichtet u.a. von der Mitgliederversammlung des deutschen Frauenrates, der Jurysitzung „Marketingpreis des deutschen Handwerks", den Gesprächsterminen mit dem Präsidenten Kentzler und Generalsekretär Schleyer, Zentralverband des Deutschen Handwerks, Vorbereitung der Geschäftsstelle des Bundesverbandes im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin usw. Die Mitglieder beschließen, dass der Bundeskongress ab 2006 künftig alle zwei Jahre stattfinden wird. Zwischen den Bundeskongressen wird eine Klausurtagung – erstmals 2007 – organisiert.

Einige Frauen nutzen diese Zeit spontan für einen kleinen, kulturellen Abstecher mit dem Bus nach Weimar. Hier schlossen sich spontan auch Unternehmerfrauen aus anderen Bundesländern an, die die Idee einfach toll fanden und die Anreise mit dem Bus auch in ihren Landesverband anregen wollten. Schiller und Goethe zwei berühmte Persönlichkeiten in Bronze vor dem Rathaus lassen sich gerne von uns fotografieren. Das gelbe Wohnhaus von Schiller in Weimar und das große Gartenhaus von Goethe im Park an der Ilm sowie die legendären Geschichten der Stadtführerin, im strahlenden Sonnenschein des Spätsommers vermitteln ein wenig Urlaubsfeeling. Leider ein viel zu kurzes Feeling, denn wir müssen zurück ins Hotel zur nächsten Veranstaltung. (Fotos)

Mit dem Computerprogramm „Vereins-Manager" hat der Vorstand eine interne Vernetzungsbasis vorgestellt, die vorrangig die Arbeit in den Arbeitskreisen vereinfachen soll. Mit dem Programm können Kassenführung, Serienbriefe, Statistiken, Einladungen uvm. erledigt werden.

Frau Dr. Anne Dohle stellt sich vor und berichtet über ihren Aufgabenbereich. Mit der UFH Geschäftsstelle in Berlin möchte der Verband eine breitere Öffentlichkeit in der Wirtschaft, der Politik und den Handwerksorganisationen erreichen.

Von Berlin aus soll die Netzwerkarbeit zu den Frauenverbänden und –organisationen intensiviert und ausgebaut werden.

Traditionell findet die Preisverleihung der „Meisterfrau des Jahres 2005" im Rahmen des Bundeskongresses der Unternehmerfrauen im Handwerk am Abend statt. Eingeladen hat Alexander Holzmann vom Holzmann-Verlag.

Alexander Holzmann und Annegret Sanders, Vizepräsidentin von FEM und Jurymitglied, halten die Laudatio und ehren die Meisterfrau des Jahres 2005, Christina Schlingmann.

Dieter Althaus, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, als Gast beim UFH BVT, überreicht Christina Schlingmann aus Bad König im Odenwald den Preis von 2.500€. Sie leitet mit Ihrem Mann eine Schreinerei mit 5 Mitarbeitern , darunter ein Lehrling. In seiner Ansprache macht er klar, was Handwerkerfrauen exemplarisch in der Gesellschaft leisten.

In Thüringen gibt es sechs Arbeitskreise, in Altenburg, Erfurt, Greiz, Heiligenstadt, Ilmenau und Suhl. Das Handwerk sei die Basis der Wirtschaft, sagte Dieter Althaus in seiner fulminanten Rede. So erklärt sich auch das Motto des 15. Bundeskongresses im Suhler Ringberghotel: „Frauen eine Wirtschaftsmacht im Handwerk". Und bei den Handwerkerfrauen ist Deutschland schon längst vereinigt während noch andern Orts darüber diskutiert wird.

„Es geht mir gut" ruft Christina Schlingmann gleich zu Beginn ihrer Dankesrede, den Frauen zu und zitiert damit die neue Kanzlerin (Merkel). Wir erfahren viel über ihr bisheriges Leben, weil sie der Meinung ist, wenn wir Sie schon zur Meisterfrau des Jahres gewählt haben, dann sollten wir auch etwas über das Leben der Frau wissen, die wir gewählt haben. Höhen und Tiefen hat es in ihrem Leben gegeben, schönes und trauriges aber dennoch hat sie nicht aufgegeben und sie sieht sich den Preis, stellvertretend für alle Frauen, entgegen nehmend.

Samstag, den 15. Oktober 2005

Wahlweise können wir uns in den Workshops mit den Themen

Rahmenbedingungen der Unternehmensfolge (Prof. Dr. jur. Hartmut Mohr, Nürnberg) Imagepflege und Kundenbindung durch gute Umgangsformen (Birgit Betinski, Erfurt), burn out (Dr. Reinhard Musch), Das Telefon als Chance (Rose-Martina Bosler, Stuttgart), befassen.

Nach einer Kaffeepause moderiert Hans Hoffmeister, Chefredakteur der Thüringischen Landeszeitung den Erfahrungsaustausch. Es gibt Wortmeldungen zum Ablauf der Bundesverbandstagung. Es gibt weitere Wortmeldungen zur Öffentlichkeits- und Pressearbeit, effektiver Verbandsarbeit und Mitgliederwerbung. Diese Punkte werden konstruktiv diskutiert.

Nach einem kleinen Imbiss im Ringberghotel geht es dann im Reisebus zurück nach Schleswig-Holstein. Das schöne Wetter und die gute Stimmung während der Heimfahrt im Bus sorgen dafür, dass die Stunden wie im Flug vergehen.

Der 16. Bundeskongress findet vom 14.-15.10.2006 in Koblenz statt. Der Landesverband Rheinland-Pfalz heißt uns dann herzlich willkommen.

Der Landesverband Schleswig-Holstein bedankt sich bei den Mitreisenden und wünscht sich für den nächsten Bundeskongress rege Teilnahme. Je mehr Frauen mitfahren, desto günstiger werden die Fahrtkosten.

Marianne Hoffmann

Arbeitskreis Stormarn

 

 
   
     
 
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